Psychotherapie bei Angst und Panikstörung

in Wiesbaden

Angst ist grundsätzlich eine sinnvolle menschliche Reaktion. Sie hilft uns, Gefahren zu erkennen und uns zu schützen. Problematisch wird Angst dann, wenn sie sehr stark wird, häufig auftritt, scheinbar ohne erkennbaren Anlass entsteht oder den Alltag zunehmend einschränkt.

Bei Angststörungen geraten Körper und Gedanken oft in einen dauerhaften oder schwer regulierbaren Alarmzustand. Betroffene erleben starke innere Anspannung, Sorgen, Unsicherheit oder das Gefühl, bestimmten Situationen nicht gewachsen zu sein. Häufig kommt es zu Vermeidung: Orte, Aufgaben oder Situationen werden nicht mehr aufgesucht, weil die Angst zu belastend erscheint. Kurzfristig kann das entlasten. Langfristig wird die Angst dadurch meist stärker und der persönliche Handlungsspielraum kleiner.

Eine Panikstörung ist durch wiederkehrende Panikattacken gekennzeichnet. Diese treten oft plötzlich auf und gehen mit intensiven körperlichen Symptomen einher, zum Beispiel:
  • Herzrasen
  • Engegefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Zittern oder Schwitzen
  • Übelkeit
  • Angst vor Kontrollverlust
Nach einer Panikattacke entsteht häufig eine Angst vor der Angst. Betroffene beobachten ihren Körper besonders aufmerksam, vermeiden belastende Situationen oder versuchen, sich durch Sicherheitsverhalten abzusichern.

In der Behandlung machen wir diesen Angstkreislauf verständlich und verändern ihn Schritt für Schritt. Dazu gehören der Umgang mit körperlichen Angstsymptomen, die Bearbeitung bedrohlicher Gedanken, der Abbau von Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten sowie das behutsame Wiederaufsuchen gefürchteter Situationen. Ziel ist es, wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen und den Alltag freier gestalten zu können.